Rechtsrheinisches Köln im Nachteil – Ressourcen laut Studie ungleich verteilt

Die neue Benchmark-Studie „Köln im Vergleich“ zeigt, dass die Ressourcen in der Stadt am Rhein ungleich verteilt sind. 40 Prozent aller Kölnerinnen und Kölner leben rechts vom Rhein, das rechtsrheinische Köln verfügt jedoch nicht annähernd über 40 Prozent der städtischen Ressourcen.

Verglichen wurden etwa 35 Bereiche der Nahversorgung rechts und links vom Rhein. Unter anderem wurde überprüft, wie viele Arztpraxen, Einzelhandelsgeschäfte, öffentliche Toiletten und Kinderspielplätze in den Kölner Veedeln verfügbar sind. Das Ergebnis: 40% der Versorgung erhält die rechte Rheinseite nur in vier Bereichen: Grundschulen, Sparkassenbusse, Jugendzentren und Kunstrasenplätze. Sämtliche weitere Ressourcen sind ungleich verteilt; teilweise massiv.

Über 70 Prozent der Ärztinnen und Ärzte in Köln praktizieren auf der linken Rheinseite, im Linksrheinischen liegen zudem Dreiviertel aller Trinkwasserbrunnen, 82 Prozent aller Wasserspielplätze, 70 Prozent aller Kinderspielplätze und Zweidrittel aller Geldautomaten.

Bürgervereine vor Ort fordern mehr Aufmerksamkeit und finanzielle Mittel für die rechte Rheinseite. Zu diesem Zweck schlossen sich die Vereine zum „Förderkreis rechtsrheinisches Köln“ zusammen und luden im Oktober zu einer öffentlichen Diskussionsrunde über die Studie „Köln im Vergleich“ ein, um das Thema gemeinsam mit Kölner Ratsmitgliedern zu besprechen. SPD-Fraktionsvorsitzender Christian Joisten und SPD-Fraktionsmitglied Sercan Bars räumten ein, es gebe auch im Stadtrat ein Ungleichgewicht zugunsten linksrheinischer Themen.

[„Studie: Rechtsrheinisches Köln im Nachteil“; Stefan Rahmann, Kölner Stadtanzeiger; 23.10.2026]