Kölner Mieten werden immer teurer
Der neue Geschäftsbericht des städtischen Amtes für Wohnungswesen zeigt: Mieten steigen weiter und günstiger Wohnraum in Köln wird immer knapper. Dem Bericht zufolge sind die Nettokaltmieten seit 2010 um 75 Prozent gestiegen und liegen nun bei 14,70 Euro pro Quadratmeter. Laut Deutschem Mieterbund belief sich die Steigerung deutschlandweit auf 70 Prozent.
Neue Wohnraum ist darüber hinaus eher teuer, während die Zahl an günstigen Wohnungen sinkt. Letztes Jahr wuchs der Kölner Bestand um über 4.000 Wohnungen. Gleichzeitig verloren jedoch etwa viereinhalb Tausend Wohnungen ihre Mietpreisbindung. Die Nachfrage nach öffentlich gefördertem Wohnraum bleibt hoch; die Leerstandsquote beträgt hier nur 0,14 Prozent im Vergleich zu 0,8 Prozent auf dem gesamten Kölner Wohnungsmarkt. Beide Werte sind sehr niedrig, die Stadt Köln geht von einer nötigen Leerstandsquote von zwei bis drei Prozent aus, damit genügend Wohnungswechsel möglich sind.
Des Weiteren steigt die Zahl der Single-Haushalte in Köln weiter (51,9 Prozent), während Haushalte mit Kindern weniger werden. Besonders stark werden Alleinerziehende durch hohe Mietpreise belastet. Die Krise trifft jedoch viele Kölnerinnen und Kölner; im Durchschnitt gibt man in Köln 32,5 Prozent des Haushaltseinkommens für die Miete aus. Bewohnende öffentlich geförderter Wohnungen zahlen ganze 38,9 Prozent ihres Einkommens.
Auch die Kurzzeitvermietung nimmt zu, beispielsweise in Form von Ferienwohnungen. Dadurch wird die Wohnungsknappheit weiter verschärft.
[„Mieten seit 2010 um 75 Prozent gestiegen“; Julia Hahn-Klose, Kölner Stadtanzeiger; 03.11.2026]



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