Ein Jahr Bauturbo: „Wir befinden uns im unteren Drehzahlbereich“
Nach einem Jahr blicken die Politik und die Baubranche auf den Bauturbo zurück. Er sei „in der Praxis angekommen“, so Bauministerin Verena Hubertz (SPD). Die Maßnahme werden von Kommunen im ganzen Land genutzt.
Im Rahmen einer freiwilligen Umfrage mit 393 teilnehmenden Kommunen wurde ermittelt, dass im ersten Halbjahr 2026 in diesen Kommunen fast 8.000 Wohnungen mit Hilfe des Bauturbos eine Zustimmung erhielten. Allein in München waren es über 2.000 Wohnungen.
Eine Umfrage des Wohnungswirtschaftsverbands GdW ergab, dass die Zeit bis zur Baugenehmigung bei Anwendung des Bauturbo durchschnittlich drei Monate beträgt – 13 Monate weniger als zuvor. Beide Umfragen sind aufgrund kleiner Teilnehmendenzahlen jedoch nicht repräsentativ.
Um den Bauturbo effizient einzusetzen, würden Kommunen klare Anwendungshilfen und politischer Rückhalt fehlen, so GdW-Präsident Axel Gedaschko. Darüber hinaus bleiben zahlreiche Probleme bestehen, beispielsweise hohe Baukosten, steigende Energiekosten und hohe gesetzliche Anforderungen. Weitere Maßnahmen wie langfristig planungssichere Förderungen oder der Gebäudetyp E für einfaches Bauen könnten hilfreich sein.
Was die Anwendung des Bauturbo betrifft, sei das Potenzial laut Dirk Salewski, Präsident des Bundesverbands freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), nicht ausgeschöpft. „Wir befinden uns im unteren Drehzahlbereich“.
[„Bauministerin und Branche sind uneins über den Erfolg des Bauturbos“; Christine Rose, Immobilien Zeitung; 03.11.2026]



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