Zehn-Hektar-Freiflächen-Solaranlage auf Kölner Stadtgebiet: Strom für 3.000 Haushalte

Die RheinEnergie baut die bisher größte Freiflächen-Solaranlage Kölns entlang der A 555 in Rondorf. Die Photovoltaikanlage wird sich über rund zehn Hektar Fläche erstrecken und mit einer Leistung von 10,5 Megawatt/Peak (MWp) rund 3.000 Haushalte mit Strom versorgen können. Die Einheit MWp zeigt die maximale Leistung unter optimalen Bedingungen.

Die Anlage, welche bereits im Herbst 2026 in Betrieb genommen werden soll, steht für einen Kurswechsel der RheinEnergie. Große PV-Anlagen werden selten in unmittelbarer Nähe von dicht besiedelten Stadtgebieten gebaut, obwohl dort ein besonders hoher Energiebedarf besteht.

„Entscheidend ist nicht allein, möglichst viel erneuerbaren Strom zu erzeugen, sondern ihn systemdienlich zu integrieren. Ideal ist es, wenn Erzeugung und Verbrauch möglichst nah zusammenliegen“, so RheinEnergie-Chef Andreas Feicht. Die bisher landwirtschaftlich genutzte Fläche auf Kölner Stadtgebiet eignet sich besonders gut für die Errichtung einer Solaranlage, da neben der Verbrauchernähe zusätzlich ein unmittelbar erreichbarer Netzanschluss gegeben ist – Zwei Faktoren, die die Kosten einer PV-Anlage stark beeinflussen.

Neben Rondorf plant die RheinEnergie zahlreiche weitere Projekte in und außerhalb von Köln, darunter Freiflächenanlagen, Industrie- und Gewerbedächer und private Lösungen für Kundinnen und Kunden. In den nächsten Jahren sollen bis zu 600 Megawatt erneuerbare Energie ermöglicht werden. Anfang 2027 startet der Bau einer Freiflächensolaranlage in Niehl mit einer Leistung von 18 MWp.

[„Neue Anlage erntet Solarstrom für 3000 Haushalte“; Thorsten Breitkopf, Kölner Stadtanzeiger; 02.09.2026]