DMB-Mietenreport – Fast ein Drittel hat Angst vor Wohnungsverlust
Der „Mietenreport 2026“ des Deutschen Mieterbunds (DMB) zeigt: Die Mietenkrise hat sich verfestigt. Jede/-r zweite Mietende in Deutschland befürchtet, im Fall eines Umzugs keine bezahlbare Wohnung finden zu können. Fast ein Drittel berichtet von Sorgen, die Miete in Zukunft nicht mehr bezahlen zu können. Über fünfzig Prozent geben an, ihre Wohnkosten seien im letzten Jahr gestiegen.
2025 zahlten 11,2 Prozent der Deutschen über 40 Prozent ihres Einkommens für ihre Miete. Damit liegt Deutschland EU-weit auf dem dritten Platz. Die hohen Mieten zwingen die Menschen dazu, in anderen Lebensbereichen zu sparen. Mehr als die Hälfte der Mietenden legt weniger Geld fürs Alter zurück und ein Viertel spart an gesunden Lebensmitteln. Jeder vierte Miethaushalt verfügt nur über einen geringen finanziellen Puffer für Notfälle. Die Angst vor Wohnungsverlust führt darüber hinaus dazu, dass Mietende seltener auf ihre Rechte bestehen.
Aus der Wohnungskrise sei längst eine Sozialstaatskrise geworden, so der DMB. Die im April beschlossenen Mietrechtsverschärfungen des Kabinetts befürworte der Mieterbund, sie seien jedoch nicht ausreichend, um den Menschen ihre Ängste zu nehmen. Dafür brauche es zum Beispiel einen „bundesweiten Mietenstopp“ und Bußgeldzahlungen für Vermietende, die gegen die Mietpreisbremse verstoßen, so DMB-Präsidentin Melanie Weber-Moritz.
[„Jeder dritte Mieter hat Angst vor Wohnungsverlust“; Anne-Beatrice Clasmann, Kölner Stadtanzeiger; 02.09.2026]




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