Bauen wird wieder einfach: Der neue BauCode NRW

Am 1. September trat die neue Landesbauordnung in Kraft. Der neue „BauCode NRW“ stellt bereits die dritte Änderung der Landesbauordnung von 2018 dar und zielt ab auf eine Vereinfachung von Prozessen, Bürokratieabbau und das Erleichtern des Umbaus und der Umnutzung von Bestandsgebäuden. Auch die Digitalisierung von Verfahren spielt eine zentrale Rolle.

„Der BauCode NRW eröffnet ein neues Kapitel des Bauens. Ideen waren häufig zwischen Paragrafen und Vefahrensschleifen gefangen. Wer bauen will, braucht heute häufig viel Geduld. Der BauCode NRW steht für einen in Teilen radikalen, aber notwendigen Wandel: Bauen wird wieder einfach“, so Ina Scharrenbach, Bauministerin des Landes Nordrhein-Westfalen.

Der BauCode NRW umfasst konkrete Maßnahmen, die das Bauen in NRW erleichtern und modernisieren sollen. Die digitale Bauantragstellung soll zum Regelfall werden, die doppelte Gebäudeeinmessungspflicht entfällt und die Genehmigungsfreistellung ausgewählter genehmigungspflichtiger Bauvorhaben wird weiter ausgeweitet. Das Bauen im Bestand soll priorisiert werden, indem Umbau und Umnutzung stärker gefördert und beispielsweise durch praxisnähere Vorschriften hinsichtlich etwa Tageslicht oder Aufstockung erleichtert werden. Darüber hinaus sollen Hürden der Energiewende abgebaut werden. Als weitere Maßnahme werden die bauordnungsrechtlichen Regeln für Technik, beispielsweise für die Steckdosenanzahl, stark gelockert.

„Das Grundprinzip: Menschen, die bauen wollen, wissen, was sie tun – und Nordrhein-Westfalen vertraut ihnen“, so Scharrenbach.

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