Das „Woodstöckchen“: Kölns größtes Holzbauprojekt
An der Ludwigsburger Straße in Bilderstöckchen entsteht das bisher größte Holzbauprojekt Kölns. Der Stadtanzeiger berichtet.
Das Wohnquartier „Woodstöckchen“ wird vier Gebäudeblöcke mit insgesamt 84 Wohneinheiten umfassen und soll 2027 fertiggestellt werden. Trägerin des Projekts ist die kirchliche Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft. „Wir haben uns gefragt, wie es um die Nachhaltigkeit im Bauen steht, und ob wir als Gesellschaft nicht auch da etwas machen können“, so Marion Sett, Geschäftsführerin.
Die Besonderheit des Bauprojekts besteht darin, dass fast ausschließlich Holz als Baumaterial verwendet wird. Nur einzelne Bestandteile wie etwa Balkone oder Fahrstuhlschächte werden aus Beton angefertigt. „Es ist Holzbau pur, der hier gelebt wird“, kommentiert Bauingenieurin Tanja Hauptstock. Durch die Verwendung von Holz werden beim Bau des „Woodstöckchens“ schätzungsweise 1.670 Tonnen CO²-Emissionen eingespart. Ein weiterer Vorteil des Holzbaus besteht darin, dass durch geringere Wandstärken mehr Wohnraum auf gleicher Fläche entstehen kann. Die Baukosten seien dabei nicht höher als bei der Verwendung von Beton, so Sett.
Auch über die Wahl der Materialien hinaus wird bei der Planung des „Woodstöckchens“ auf Nachhaltigkeit gesetzt. Die Dächer der Gebäuderiegel sollen begrünt und mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet werden, Innenhöfe und Gärten sind geplant und im Quartier sollen in Kooperation mit der KVB Car- und Bike-Sharing-Angebote bereitgestellt werden. Eine weitere Besonderheit des Projekts sind die Badezimmer. Sie werden in Modulbauweise angefertigt und zum Einbau fertig angeliefert.
Die Aachener SWG investierte insgesamt rund 27 Millionen Euro in das innovative Projekt. Geplant wurde das „Woodstöckchen“ vom Büro „Schultearchitekten“.
[„Kölns größtes Holz-Bauprojekt“; Bernd Schöneck, Kölner Stadtanzeiger; 09.09.2026]



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