Klingbeil will Bundeswohnungsbaugesellschaft

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) plant eine Bundeswohnungsbaugesellschaft. Der privatwirtschaftliche Markt allein könne den benötigten Wohnungsneubau nicht bezahlbar umsetzen; Es fehle ein institutioneller Akteur auf Bundesebene, der bezahlbaren Wohnraum schafft. An einer solchen „Bundesgesellschaft für bezahlbaren Wohnungsbau“ sollen der Bund sowie private Investoren beteiligt sein.

Bei der Gesellschaft solle es sich nicht um eine Baufirma oder eine Behörde handeln, sie solle zentral bezahlbaren Wohnraum entwickeln, und das mit „schlanker Organisationsstruktur“. Ziel sei, die reinen Baukosten auf unter 3.000 Euro pro Quadratmeter zu reduzieren. Die Maßnahme soll die Wohnungsbauförderungen der Länder nicht ersetzen, sondern ergänzen. Darüber hinaus soll ein neuer Deutschlandfonds kommunalen Wohnungsbaugesellschaften ermöglichen, günstigere Fremdfinanzierung für Projekte zu erhalten.

Für die Gründung einer solchen Gesellschaft bedarf es einer Grundgesetzänderung, da das Wohnungswesen unter den Verantwortungsbereich der Länder fällt. Klingbeils Koalitionspartner CDU/CSU sowie Vertreter der Baubranche begegneten seinem Vorschlag zunächst skeptisch.

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[„Klingbeil legt Konzept für Bundesbaugesellschaft vor“; Jutta Ochs, Immobilien Zeitung; 09.04.2026]