Steigende Bauzinsen nach Iran-Angriff
Nachdem die Zinsen für Immobilienkredite Anfang des Jahres sanken und sich die Inflation in einer „guten Lage“ – so EZB-Notenbankchefin Christine Lagarde – befand, schnellen die Bauzinsen nun in die Höhe. Der aktuelle Durchschnittszins für ein zehnjähriges Darlehen liegt bei 3,7 Prozent und steigt weiter an. Grund dafür ist die Erwartung einer steigenden Inflation durch höhere Ölpreise infolge des Angriffs Israels und der USA auf den Iran.
Die Bauzinsen steigen über alle Zinsbindungen hinweg; dabei gibt die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen den Ton an. Diese stieg nach dem Angriff auf über 2,9 Prozent. Im Herbst 2023 stiegen Hypothekenzinsen auf über 4 Prozent, als der gleiche Stand erreicht wurde. „Wer eine passende Immobilie gefunden hat, sollte nicht auf weiter sinkende Zinsen spekulieren, sondern das aktuelle Niveau jetzt fixieren“, so Interhyp-Chef Jörg Utecht. Die weitere Entwicklung hänge vom Ölmarkt ab.
[siehe „Bei den Bauzinsen geht es rasant nach oben“; Stefan Winter und Johanna Apel, Kölner Stadtanzeiger; 19.03.2026]



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