Wohnungsbau im I/D Cologne Mülheim?
Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Mülheim an der Keupstraße entsteht das I/D Cologne – Kölns größte gewerbliche Quartiersentwicklung auf einer Fläche, die zehn Fußballfeldern entspricht. Sieben von elf Gebäuden mit insgesamt 100.000 Quadratmetern Bürofläche sind bereits fertig gestellt und vollständig vermietet. Jetzt ziehen Osmab und Art-Invest Real Estate, die Projektentwickler hinter dem Quartier, in Erwägung, zwei der elf Baufelder für Wohnungsbau zu nutzen.
7.000 neue Arbeitsplätze sollten ursprünglich auf dem Gelände des I/D Cologne geschaffen werden. Die Büroflächen sind an Firmen wie Renault, Siemens und die Stadt Köln vermietet, darüber hinaus ist Platz für Gastronomie, ein Hotel und ein Fitnessstudio. Das neue Quartier, das nur wenige Gehminuten vom Wiener Platz entfernt liegt, soll 2031 endgültig fertiggestellt werden. Als nächstes wird eine Baugenehmigung für das Hochhaus Scala erwartet. Es soll als erstes Bürogebäude in Köln vollständig aus Holz gebaut werden.
Laut einer Sprecherin von Art-Invest Real Estate werden nun auch anderweitige Nutzungskonzepte für zwei verbleibende Baufelder untersucht. Eine alternative Nutzung ist aus Sicht der Verwaltung jedoch nicht gestattet, da der Stadtrat für das Areal eine gewerbliche Nutzung festgesetzt hat – eine Änderung des Bebauungsplans sei aber grundsätzlich denkbar. Ob sie umsetzbar ist, hängt von der „Verträglichkeit der neuen Nutzung mit den benachbarten Quartieren und Infrastrukturanlagen ab“, so die Stadt Köln. Im Osten des Gebiets liegen Gleistrassen und ein Industriegebiet. Das könnte relevant werden, da die Grenzwerte für Lärmbelastung für Wohngebiete niedriger sind als für Bürogebäude.
[Matthias Hendorf (Kölner Stadtanzeiger); 12.01.2026; „Wohnen in Kölns größtem Gewerbeprojekt?“]



Unsplash/Shahabudin Ibragimov
Unsplash/James Armes