Kommunale Wärmepläne: Wie steht es um die Wärmewende in Deutschland?

Bei der Kommunalen Wärmeplanung geht es nach vorn. Eine Analyse des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zeigt, inwieweit Deutschland mit Wärmeplänen ausgestattet ist.

Ein Wärmeplan ist die strategische Grundlage für eine klimafreundliche, effiziente und von fossilen Energien möglichst unabhängige Wärmeversorgung in einer Kommune. Gesetzliche Fristen schreiben die Erstellung einer solchen Strategie vor; Großstädte mit über 100.000 Einwohnenden müssen bis zum 30. Juni 2026 einen Wärmeplan vorlegen, alle weiteren Gemeinden bis Mitte 2028.

Ende 2025 lebten fast ein Drittel der Deutschen in Gemeinden mit fertiggestelltem Wärmeplan. Am weitesten fortgeschritten ist die Wärmeplanung in Baden-Württemberg, gefolgt von Schleswig-Holstein und Bayern. Ende Mai verfügten deutschlandweit 488 Gemeinden über einen fertigen Wärmeplan; Ende Dezember waren es bereits 1.359, und in über 5.000 weiteren Gemeinden hatte die Erstellung bereits begonnen. Einschätzungen des BBSR zufolge werden in Deutschland bis Mitte 2028 mindestens 3.000 Wärmepläne vorliegen. Bis Mitte 2026 rechnet BBSR-Expertin Andrea Arnold-Drmic damit, dass die Hälfte der Bevölkerung in Gemeinden mit fertigem Wärmeplan leben wird.

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